20/10/2025
Tamikra News
⚠️ Triggerwarnung – schwerer Post / Trauer
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
Vielleicht mit dem Positiven: Ich bin mit Hoffnung, Mut und dem festen Glauben gestartet, das alles irgendwie zu schaffen. Die ersten vier EC-Chemos habe ich gut vertragen – natürlich mit Nebenwirkungen, aber es war auszuhalten. Ich war zuversichtlich.
Dann kam die zweiwöchige Pause – und in dieser Zeit musste ich meine Mama ins Hospiz bringen. Eine Woche später ist sie gestorben. 💔
Trotz der Trauer ging es weiter mit 6x Pacli – und diesmal hat mich die Chemo richtig umgehauen. Starke Nebenwirkungen, Bluttransfusion, Schmerzen im ganzen Körper, so schlimm, dass selbst Tilidin nicht mehr gereicht hat. Ich wurde schließlich auf Hydromorphon eingestellt – und endlich wurde es ein bisschen erträglicher.
Aber kaum hatte ich das Gefühl, wieder etwas Boden unter den Füßen zu haben, kam der nächste Schlag: Ich habe gemerkt, dass der Tumor, der eigentlich schon so schön geschrumpft war, wieder wächst. Die Kontrolle hat es bestätigt – er ist sogar größer als zu Beginn der Chemo.
Die Behandlung wurde abgebrochen, die OP ist für nächste Woche geplant.
Und dann – als ob das alles nicht schon genug wäre – ist am Freitag völlig unerwartet mein Papa an einem Bauchaneurysma gestorben. 💔
Ich glaube, der Schock war einfach zu viel. Mein Körper hat reagiert, und ich bekam schlimme Gallenkoliken. Heute Morgen wurde ich notoperiert, die Gallenblase musste raus.
Jetzt liege ich hier im Krankenhaus und fühle mich einfach leer.
Ich habe das Gefühl, jegliche Kontrolle über mein Leben verloren zu haben. Alles passiert Schlag auf Schlag, und ich komme kaum hinterher, zu begreifen, was gerade passiert.
Ich weiß, das ist kein fröhlicher Post – aber vielleicht gibt es hier jemanden, der versteht, wie sich das anfühlt, wenn einfach alles zu viel wird.