03/09/2026
Das berührendste Projekt meiner bisherigen Interior-Laufbahn war die Umgestaltung eines Aufbahrungsraumes. Das kalte Neonlicht, ein Plastikstrauß, kühle Wandfarben, schlechte Akustik, unpassendes Mobiliar und ein unangenehmer Geruch und ich wusste in der ersten Sekunde: «Hier möchte ich niemanden zum letzten Mal verabschieden.»
Viele Gemeinden, Kirchen und Spitäler behandeln diese Räume noch wie neutrale Funktionszimmer, obwohl hier die zartesten und verletzlichsten Momente stattfinden.
Du kennst vielleicht diese steife Stille, wenn Angehörige den Raum betreten und automatisch leiser atmen. Niemand sagt etwas, aber innerlich schreit alles nach einem Zeichen von Wärme, Respekt und Würde.
Genau das übersehen viele:
Der Aufbahrungsraum ist nicht ein technischer Ort, sondern die letzte Botschaft, die eine Gemeinde, Kirche oder Spital ihren Menschen mitgibt, wenn alle Worte gesagt sind.
Denn was oft übersehen wird: Der Raum selbst begleitet mit. Er kann Trost spenden, Orientierung geben und das Unsagbare ein wenig weicher machen, und genau bei dieser stillen Aufgabe begleite ich Gemeinden, Kirchen und Spitäler mit viel Gespür.
Folge mir, wenn du möchtest, dass Abschiedsräume in deiner Gemeinde, Kirche oder im Spital endlich zu Orten werden, die Trauernden Halt, Würde und Wärme schenken.