Genusshandwerk Andreas Vick

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30/08/2026

Rezepte zum Kochkurs - Standing Rib Roast, Porchetta & Caveman Steak — Rezepte vom Outdoor-Kochkurs.

Ein Menü, bei dem die hessische Küche heimlich nach Asien auswandertDiesmal, das darf ich vorwegschicken, kamen keine Ke...
22/07/2026

Ein Menü, bei dem die hessische Küche heimlich nach Asien auswandert

Diesmal, das darf ich vorwegschicken, kamen keine Kerle.

Diesmal ging es um Birgit. Genauer: um Birgits Junggesellinnenabschied – jenes letzte große Fest vor der Ehe, bei dem die Freundinnen einer Braut noch einmal beweisen dürfen, dass sie es ernst meinen mit der Freundschaft. Und Birgits beste Freundin Gabriela meinte es sehr ernst.

Gabriela stammt aus dem Süden Spaniens, und wer je einer Südspanierin mit fest gefasstem Plan gegenübergestanden hat, weiß, dass „Nein" in einem solchen Gespräch keine vorgesehene Antwortmöglichkeit ist. Sie kam mit einem Temperament auf mich zu, das man in Hessen bestenfalls an einem sehr guten Tag und nach dem dritten Apfelwein erlebt, und trug mir ihre Idee vor: einen Kochkurs. Als Junggesellinnenabschied.

Ich fragte, wie ich das immer frage, was sie sich denn vorstelle.

„Na ja", sagte sie, „Kochen für Kerle. Outdoor. Feuer, Fleisch und Flaschenbier. Aber eben auf weiblich."

Ich hatte also freie Hand. Und ich hatte, das merkte ich in den Tagen darauf, ein Problem: Die Latte lag hoch. Sehr hoch. Und ich – nun.

An dieser Stelle muss ich etwas beichten.

Als ich mit den Kochkursen anfing, trug mein Format den Titel „Kochen für Kerle". Es dauerte nicht lange, bis der erste Sexismusvorwurf eintrudelte, und in einem Anfall von, sagen wir, gut gemeinter Panik beschloss ich, ein weibliches Pendant aufzulegen.

Ich nannte es „Kochen für Kätzchen".

Rückblickend – und ich sage das mit der ganzen Milde, die einem die Jahre schenken – war dieser Titel vielleicht nicht ganz optimal gewählt. Auch der Slogan, den ich dazu ersann, „Ladies on Fire", hätte eine zweite, gründlichere und womöglich sogar dritte Denkrunde durchaus vertragen. Und dass ich zu diesem Kurs dann rosa Schürzen verteilte, rosa Gummihandschuhe und für jede Teilnehmerin ein funkelndes Diamantendiadem – das machte die Sache, wie soll ich es vorsichtig formulieren, nicht messbar besser.

Das Ganze ging, um im Bild zu bleiben, ziemlich in die Hose. Und zwar in eine rosafarbene.

Man lernt. Manchmal langsam, manchmal schmerzhaft, aber man lernt. Diesmal also: keine Diademe. Keine Handschuhe in Zuckerwattefarbe. Kein Slogan, der sich in einer stillen Minute später selbst schämen muss. Stattdessen das Einzige, was bei einem Kochkurs am Ende wirklich zählt – ein Menü, das man nicht mehr vergisst.

Ich beschloss, die Junggesellinnen auf eine Reise mitzunehmen. Nach Asien – aber mit Zutaten aus der hessischen Heimat. Denn was passiert eigentlich, wenn man die stursten, eigensinnigsten, unbeirrbarsten Spezialitäten der hessischen Küche nimmt – Grüne Soße, Kochkäse, Mett, Schweinepfeffer – und sie in die feinen, disziplinierten Formen der asiatischen Küche zwingt?

Man muss dazu wissen, dass hessische Zutaten einen ausgeprägten Charakter haben. Kochkäse betritt einen Raum nicht, er kündigt sich an. Grüne Soße ist streng genommen keine Soße, sondern eine Weltanschauung mit sieben Kräutern. Und Schweinepfeffer ist ein Gericht, bei dem man neuen Gästen besser erst nach dem Essen erklärt, woraus die Soße genau besteht.

Ob Gabriela am Ende zufrieden war? Sie hat, das ist überliefert, sogar genickt. Und ein Nicken von Gabriela wiegt, das kann ich versichern, schwerer als jede Fünf-Sterne-Bewertung.

Alle Mengen sind für 8 Personen gerechnet. Und alles, was hier steht, funktioniert zu Hause – ohne Profiküche, ohne Spezialgerät, nur mit der Bereitschaft, dem Ganzen etwas Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken.

1. Gang
Rinder-Tataki mit Sesam-Sardellen-Glasur
dazu gebeizte Radieschenscheiben

Tataki ist die japanische Kunst, ein Stück Fleisch von außen zu bräunen und von innen roh zu lassen – ein Zustand, in dem sich das Fleisch gewissermaßen nicht entscheiden kann, ob es schon gegart oder noch am Leben ist. Man könnte darin eine tiefe philosophische Wahrheit sehen. Man könnte aber auch einfach anerkennen, dass es großartig schmeckt, und weitermachen.

Ich neige zu Letzterem.

Ein Wort zum rohen Fleisch, bevor jemand fragt

Es fragt immer jemand. Und die Antwort ist beruhigend: Bei einem ganzen Muskelstück sitzen die Bakterien fast ausschließlich auf der Oberfläche. Genau diese Oberfläche brennen wir beim Tataki bei extremer Hitze in Sekunden ab. Was danach innen liegt, war nie mit der Außenwelt in Kontakt und ist mikrobiologisch so unbescholten wie ein frisch geschlagenes Ei.

Vorausgesetzt – und das ist der Teil, bei dem der Metzger in mir den Zeigefinger hebt – das Fleisch ist frisch, aus einem Stück und vom Vertrauen des eigenen Metzgers gedeckt. Kein abgepacktes Gulasch aus dem Kühlregal. Ein ganzes, sauber pariertes Stück. Dann ist Tataki so unproblematisch wie das Tartar, das die europäische Küche seit Jahrhunderten unbeschadet überlebt hat.

Zutaten
1 Stück Rinderhüfte oder Rinderfilet aus der Mitte, ca. 800 g, pariert
1 EL neutrales Öl
Salz

Für die Sesam-Sardellen-Glasur:

4 EL Sesamsaat (hell)
6 Sardellenfilets in Öl
3 EL Sojasauce
2 EL Mirin (oder 1 EL Reisessig + 1 TL Zucker)
2 TL Sesamöl
1 TL Honig
1 Knoblauchzehe, gerieben

Für die gebeizten Radieschen:

2 Bund Radieschen
4 EL Reisessig
2 TL Zucker
1 TL Salz
So geht's

Die Sardelle ist die heimliche Hauptdarstellerin. Sie ist eine dieser Zutaten, die niemand auf dem Teller sehen möchte und ohne die trotzdem alles fade schmeckt – ein kulinarischer Geheimagent, der seine Arbeit erledigt und wieder verschwindet, bevor jemand seinen Namen erfährt. Wer an dieser Stelle „Ich mag aber keine....... https://www.genusshandwerk-vick.com/blogs/news/funf-gange-zwischen-frankfurt-und-fernost

17/07/2026

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08/06/2026
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05/06/2026

🔥 ZUSATZTERMIN FREIGESCHALTET 🔥

Die Nachfrage nach den Sommer-Terminen war größer als erwartet.

Deshalb gibt es jetzt einen zusätzlichen Termin für meinen Outdoor-Grill- und Kochkurs „Kochen für Kerle“:

📅 Samstag, 18. Juli 2026
📍 Bensheim
🔥 Feuer, Fleisch & Flaschenbier
🥩 5-Gänge-Menü vom Feuer
👨‍🍳 Mit Metzgermeister Andreas Vick

Ein ganzer Tag voller Genuss, Handwerk und guter Gespräche am offenen Feuer.

Kein Showgrillen. Kein Fertigprodukt.
Gemeinsam kochen, grillen, lernen und genießen.

Die Teilnehmerzahl ist wie immer begrenzt.

➡️ Jetzt Platz sichern:

www.genusshandwerk-vick.com

MEAT WINE – Feuer, Fleisch, Wein und eine lange TafelAm 16. Mai 2026 ab 17:00 Uhr wird der Weingutshof des Weinguts Simo...
09/05/2026

MEAT WINE – Feuer, Fleisch, Wein und eine lange Tafel

Am 16. Mai 2026 ab 17:00 Uhr wird der Weingutshof des Weinguts Simon-Bürkle in Zwingenberg zu einem Ort, an dem sich zwei sehr vernünftige Dinge begegnen:

Fleisch vom Feuer.
Und Wein aus guten Händen.

Klingt einfach.
Ist es aber nicht.

Denn bei MEAT WINE geht es nicht um ein steifes Menü, bei dem man ehrfürchtig vor seinem Teller sitzt und sich fragt, ob die Dekoration essbar ist oder nur teuer aussieht.

Es geht um einen Abend, an dem Gläser klingen, Platten über die Tafel wandern, Saucen diskutiert werden und irgendwann jemand sagt:

„Hast du das schon probiert?“

Und genau da beginnt meistens der gute Teil.

Das Weingut Simon-Bürkle bringt die Bergstraße ins Glas.
Genusshandwerk Andreas Vick bringt Feuer, Fleisch, Metzgerhandwerk und eine gewisse Grundskepsis gegenüber langweiligen Häppchen mit.

Serviert wird ein Menü, das nicht brav sein möchte:

Zum Ankommen:
Adana-Wrap-Rolle – klein, würzig und gefährlich schnell verschwunden.

Erster Gang:
Mexico Hot Chicken Salad – Salat, ja. Aber einer, der vermutlich schon einmal auf einem Pferd saß und dabei scharf geschossen hat.

Zwischengang:
Beef Tea – Rinderjus mit Sahnehaube und Baconstaub, dazu ein Gurkensandwich ohne Gurke, aber mit Roastbeef.
Das ist kein Irrtum. Das ist eine Verbesserung.

Dritter Gang:
Pulled-Beef-Burger mit Cole Slaw – langsam gegartes Beef, gutes Brot, etwas Frisches und genau die richtige Menge Unvernunft.

Hauptgang von der langen Tafel:
Fleisch, Feuer und Freundschaft – serviert zum Teilen.

Rinderhüftspieße mit asiatisch geräucherter Soja-Pflaumensauce
Roastbeef in Tranchen mit Chimichurri
Geflügelspieße mit würziger mexikanischer Salsa
Schweinefleischspieße mit Röstaromen und guter Laune
dazu Bratkartoffeln und Brot

Die Platten kommen direkt auf den Tisch.
Nicht streng portioniert, nicht einzeln angerichtet, sondern großzügig, duftend und mit der stillen Aufforderung:

Greif zu.
Reich weiter.
Probier alles.

Dessert:
Asiatischer Schweinefleisch-Satay-Spieß mit Erdnusssauce, Erdbeerpüree, Erdbeeren und gerösteten Kokosraspeln.

Ein normales Dessert hätte vielleicht Vanille gesagt.
Dieses Menü sagt: Schweinefleisch.

Und genau deshalb ist es richtig.

Zu jedem Gang wird ein korrespondierender Wein aus dem Weingut Simon-Bürkle gereicht.

Nicht als höflicher Nebendarsteller, sondern als flüssiger Komplize: mal frisch, mal fruchtig, mal mit Rückgrat – immer passend zum Teller und gelegentlich mit der stillen Überzeugung, dass Essen ohne Wein zwar möglich, aber unnötig mutig ist.

Ein paar Karten sind noch verfügbar.

Wer dabei sein möchte, sollte jetzt zugreifen – bevor die lange Tafel voll besetzt ist.

MEAT WINE
16. Mai 2026 · ab 17:00 Uhr
Weingut Simon-Bürkle · Zwingenberg

Jetzt Platz sichern.

https://www.genusshandwerk-vick.com/products/meat-wine-dinner-bensheim-mai-2026

03/04/2026

Kochen für Kerle Outdoor. Der Grill und Kochkurs. Feuer, Fleisch und Flaschenbier

Adresse

Bensheim

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