13/05/2026
Manchmal wird meine Arbeit als „ein bisschen digitales rumklicken“ abgetan.
Als wäre es weniger echt.
Weniger wertvoll.
Weniger Kunst.
Dabei sehe ich meine Arbeit nicht als Technik, die ich einsetze zum Erzielen eines Produktes. Ich sehe sie als Sprache, meine Sprache.
Ich male Buchstaben, keine Schriftarten.
Ich entwickle Ideen, keine Vorlagen.
Ich baue Bilder aus Gedanken, nicht aus Klicks.
Ja, ich arbeite digital.
Aber jede Linie ist von mir gezeichnet.
Jede Form ist bewusst entschieden und meiner Idee entsprungen.
Jedes Werk ist entstanden und nicht nur herzlos zusammengesetzt.
Was viele nicht sehen, sind die Stunden, in denen ich nicht „ein Bild mache“, sondern ich eine Idee so lange verfeinere, bis sie endlich das zeigt, was ich fühle.
Kunst ist nicht das Werkzeug.
Kunst ist das, was ein Mensch daraus macht und darin sieht.
Und vielleicht ist Kunst genau deshalb so besonders, weil sie aus einem inneren Drang entsteht, aus tiefer Leidenschaft.
Aus etwas, das man nicht einfach abstellen kann.
Nicht nur, um etwas profitgetrieben zu „produzieren“, sondern weil es in einem ist.
Trotzdem allem ist es ein Beruf.
Ein wertvoller. Ein echter Beruf, einer der seinen Stellenwert in der Gesellschaft haben sollte.