09/04/2023
Holzfeuerungen: Feinstaub-Emissionen seit Jahren rückläufig
Feinstaubfraktion PM 2,5 in den letzten 10 Jahren um über 35 Prozent gesunken
Die energiebedingten Feinstaubemissionen der Haushalte in Deutschland sind seit dem Jahr 2010 deutlich um mehr als ein Drittel gesunken. Besonders positiv: 2022 ist bereits das fünfte Jahr in Folge, in dem es keine Überschreitungen der Feinstaubgrenzwerte in Deutschland gab. Über diese Entwicklung berichtet das Umweltbundesamtes UBA in der aktuellen Pressemitteilung: „Luftqualitätsgrenzwerte in Deutschland 2022 erneut nahezu überall eingehalten“, die Mitte Februar 2023 veröffentlicht wurde. Hierauf macht der HKI Industrieverband Haus, Heiz- und Küchentechnik e.V. aufmerksam.
Betrachtet man die Werte für die Feinstaubfraktion PM 2,5, zeigen alle Messstationen im Jahresmittel Werte weit unter dem aktuell gültigen Richtwert von 25 Mikrogramm/Kubikmeter. An allen Stationen wurde zudem das mittelfristige Interimsziel der WHO von 15 Mikrogramm/Kubikmeter eingehalten.
Austausch alter Feuerstätten zeigt positiven Effekt
Absolut sind die PM 2,5 Feinstaubemissionen der Holzfeuerungen in den letzten 10 Jahren von 33,5 Tonnen um 35 Prozent auf unter 22 Tonnen zurückgegangen. Dieser Erfolg basiert auf der erfolgreichen Umsetzung der im Jahr 2010 in Kraft getretenen Novelle der Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV). Seitdem wurden fast vier Millionen veraltete Holzfeuerstätten stillgelegt, nachgerüstet oder gegen moderne Festbrennstoffgeräte ausgetauscht. Der wesentliche Effekt: Neue Holzfeuerungen verursachen bis zu 85 Prozent weniger Emissionen als Altgeräte, heizen wesentlich effizienter und verbrauchen weniger Brennstoff.