26/12/2020
Flieger Karl-Heinz Rosch war ein 18-jähriger deutscher Soldat und im Oktober 1944 mit seinem Zug auf einem Bauernhof in Goirle (Niederlande) stationiert.
Die deutsche Armee befand sich nur noch auf dem Rückzug und die Munition des Zuges war fast aufgebraucht. Als die alliierten den Bauernhof mit Artilleriefeuer eindeckten, bemerkte Rosch, dass die beiden Kinder des Bauern die Gefahr um sich herum nicht zu bemerken schienen und weiter auf dem Hof spielten. Er rannte über die offene Freifläche zu ihnen, ließ sein Gewehr fallen, nahm beide Kindern auf den Arm und brachte sie in den sicheren Keller. Als Rosch wieder nach draußen rannte um sein Gewehr zu holen, wurde er exakt an der Stelle, wo vorher die Bauernkinder gespielt hatte, von einer Granate zerrissen. Er starb gerade einmal drei Tage nach seinem 18. Geburtstag.
Da Rosch ein deutscher Soldat und damit der Feind war, wurde seine Geschichte nach dem Krieg geheim gehalten. Die Niederländer zeigten keine Reue gegenüber den deutschen Soldaten, die sie während des Krieges fünf Jahre lang besetzt hatten. Erst 2008 wurde die Geschichte an die Öffentlichkeit gebracht. Öffentliche Gelder für den Bau einer Statue wurden abgelehnt, aber es wurde trotzdem Geld gesammelt, um eine Statue als Mahnmal zu schaffen, welche wenig später auf einem Privatgrundstück errichtet wurde.
Die Statue gilt als eines der weltweit einzigen Denkmäler für einen deutschen Soldaten des Zweiten Weltkriegs.