16/10/2026
Wenn eine Dekorateurin und Designerin einfach mal spielen darf … 🎾
Wie übersetzt man die Leidenschaft für Tennis in eine Hochzeitswelt, ohne einfach nur Schläger und Bälle zu dekorieren? Ich wollte mit den Formen, Materialien und kleinen Eigenheiten dieses Sports spielen.
Das tiefe Grün der Satintischwäsche erinnert sofort an den Court. Der Glanz bringt die Eleganz großer Turniere dazu. Die Servietten haben wir mit den tatsächlichen Linien eines Tennisfeldes gestaltet: grafisch und zurückhaltend, aber sofort vertraut.
Am meisten Freude hatte ich an der Idee mit den Gitterboxen. Viele Tennisplätze sind von hohen Drahtzäunen umgeben, die Bälle im Spielfeld halten. Diese Begrenzung haben wir abstrahiert: Grün sitzt hinter weißen Gittern, während die Tennisbälle darüber hinauswachsen, sich über die Kanten bewegen und die strenge Geometrie aufbrechen. Dazwischen sprießen weiße Rosen. So begegnen sich die Energie des Sports und die Leichtigkeit einer Hochzeit.
Auch die feinen Rillen von Tellern und Gläsern erinnern an die Falten eines Tennisrocks. Die Tischnummern zitieren die Anzeigetafeln am Spielfeldrand.
Das Menü durfte sogar beweglich werden: Zwei drehbare Teile bilden gemeinsam einen Tennisball – angelehnt an seine beiden geschwungenen Filzflächen.
Und beim Sitzplan kam die Sprache des Sports ins Spiel. „Official Partners“ nennt man die Sponsoren großer Turniere. Für Anna und Oskar wurde daraus ein liebevolles Wortspiel: zwei offizielle Partner fürs Leben. Die AO-Anmutung ist eine kleine Verbeugung vor den Australian Open.
Ich liebe solche Momente, in denen aus einer ersten Idee immer neue Verbindungen entstehen. Und aus einem Hobby langsam eine ganze Geschichte wird. 💚
Foto: .photography