14/09/2026
Influenzer ⊠high gloss
Ein Thema, dass mir gerade so richtig unter den NĂ€geln brennt. Ich weiĂ nicht, wie sie sich genau titulieren, aber ich meine die âBeautysâ, die die in ihren Walla Walla Kleidchen die Social Medias zuspamen, die die nur fĂŒr DAS eine Foto einen Ort besuchen. Nicht etwa, weil sie die Umgebung oder den Ort auf sich wirken lassen, sondern *knips und weg*. Sie ĂŒberfluten weltweit wunderschöne Hotspots. Sie regen sich auf, wenn 1000de andere Menschen um sie herum keinen Platz machen, so dass es aussieht, als wenn man alleine dort wĂ€re. Durch ihre Posts spĂŒlen sie weitere solcher Ischen herbei, die meistens die gleichen AllĂŒren haben. Geld wird keines vor Ort gelassen, dafĂŒr aber oft auch MĂŒll ( auch geistigen). Vieler Orts sind sie auch nicht mehr gerne gesehen, da sie auch zT fĂŒr Over Tourism zustĂ€ndig sind. Ja, wer möchte nicht ein Foto dort machen.
Wir, JĂŒrgen und ich, beobachten das mittlerweile sehr oft.
Am Strand von Monterosso al Mare:
Der Mikro Bikini wird zurecht gezupft, die Haare ( 1 cm ĂŒber dem Meer) gelegt, die nur ja nicht nass werden dĂŒrfen. Der der fotografiert wird angeraunzt, weil das nicht direkt perfekt ist. Zeitgleich dann aber so in die Kamera sĂŒĂ lĂ€cheln⊠Was ich aber sehe, ist eine ânormaleâ Frauâ, die eigentlich nur vorbei schwimmen möchte und gebeten wird, doch zu warten. Nicht fĂŒr 2-3x knipsen, nein, es sind fast 7 Minuten die vergehen. Zeit, in der die andere Dame nur das Meer und den Blick vom Meer aus auf den zauberhaften Ort genieĂen möchte.
Ort.. Vernazza:
Eine Frau um die 50, groĂer mondĂ€ner Hut, aufgespritzte đ, Walla Walla Kleidchen⊠Foto am Hafenbecken. Alles wird zurecht gezupft und den Mann folgend in die Hand gedrĂŒckt. Sie sah, dass ich ein Foto von der Szenerie machen wollte, quetschte sich aber davor. Der Mann machte es scheinbar nicht gut genug und wurde sowas von angekeift. Wir sind nur kopfschĂŒttelnd weiterâŠ.
SpĂ€ter, junges Ding, das versucht ein Selfie an einer Stelle zu machen wo 100te Menschen vorbei laufen, und zu erwarten, dass alles still stehtâŠ
Und ich könnte noch viele anderer, sich gleichender Situationen aufzÀhlen..
-> Florenz
â> Rom
â-> San Gimignano
ââ> Thermen von SaturniaâŠ
Kinners, lebt doch mal in der realen Welt, eine Welt die so unfassbar schön ist. Eine Welt die es Wert ist angeschaut zu werden!
Das sind die Momente wo uch mir ĂŒberlege, welche Wirkung das auf viele junge MĂ€dels hat. Die perfekte Hochglanzwelt gibt es nicht. Auch nicht dieser Perfektionismus. Das Ende vom ganzen wird sein, dass diese jungen MĂ€dchen an sich und ihre Umwelt eine solch hohe Erwartungshaltung haben, perfekt und durchgestylt zu sein. Ich glaube in 10 Jahren spĂ€testens wird ein nie dagewesener Bedarf an Therapeutischer Behandlung da sein, und viele an dem GefĂŒhl nicht gut genug zu sein, verzweifeln.
Schöne neue Welt.
Ich habe fĂŒr mich das Fazit gezogen, dass ich wieder vermehrt auf RealitĂ€t setze. Mehr Natur. Mehr echte Bilder