15/07/2026
Der Steuerzahlergedenktag fiel in diesem Jahr auf den 13. Juli 2026. Erst ab diesem Tag arbeiten die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland statistisch für ihr eigenes Einkommen. Zuvor fließt mehr als die Hälfte ihrer wirtschaftlichen Leistung in Steuern und Sozialabgaben.
Mit einer prognostizierten Belastungsquote von 53,1 Prozent erreicht die Abgabenlast erneut ein alarmierendes Niveau und liegt sogar über dem Vorjahreswert.
Der Bund der Selbständigen Bayern sieht darin das Ergebnis eines grundlegenden Fehlers in der deutschen Finanz- und Wirtschaftspolitik:
Während Unternehmer bei steigenden Kosten ihre Ausgaben überprüfen, Prozesse verbessern und Prioritäten setzen müssen, kennt die Politik offenbar nur eine Richtung – höhere Steuern, höhere Beiträge und neue Belastungen. Besonders hart trifft diese Entwicklung kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbständige. Sie könnten steigende Steuern, Sozialabgaben, Energiepreise und Bürokratiekosten nicht beliebig weitergeben. Gleichzeitig müssten sie im Wettbewerb bestehen, investieren, Arbeitsplätze sichern und unternehmerische Risiken tragen.
Der BDS Bayern fordert deshalb eine grundlegende Ausgaben- und Entlastungswende. Notwendig sind spürbare Steuersenkungen, eine verbindliche Begrenzung der Sozialabgaben, der konsequente Abbau von Bürokratie und eine systematische Überprüfung staatlicher Ausgaben.