30/04/2026
Bei uns bekommst du NICHTS - zumindest, wenn du den Suchbegriff „nachhaltig“ eingibst und denkst, damit wäre alles gesagt....
Das klingt erstmal komisch – von einem Unternehmen, das regional produziert, Upcycling macht und seit 35 Jahren versucht, so wenig Müll wie möglich zu produzieren.
Aber genau da liegt das Problem mit diesem Wort.
„Nachhaltig“ ist das neue Bio. Klingt gut. Steht auf allem. Bedeutet zunehmend wenig und meistens: kaufet zu Hauf!
Wir haben in den letzten Jahren viel beobachtet. Große Marken die eine Öko-Linie launchen – während der Rest des Sortiments unverändert bleibt. Zertifikate die niemand geprüft hat. Versprechen die so vage sind, dass sie juristisch wasserdicht und inhaltlich leer sind.
Und dann ist da noch etwas, das wir lange nicht laut gesagt haben:
Ein Unternehmen, das auf Wachstum ausgerichtet ist, kann nicht nachhaltig sein. Mehr verkaufen bedeutet mehr produzieren. Mehr produzieren bedeutet mehr Ressourcen. Das widerspricht sich – egal wie viele Bäume gepflanzt werden und Recycling rettet uns (auch) hier nicht.
Was wirklich zählt, haben wir über die Jahre gelernt: nicht das Material allein, sondern die Nutzungsdauer. Eine Decke die 15 Jahre hält – egal ob Baumwolle oder mit Polyesteranteil – ist nachhaltiger als eine bio-zertifizierte, die nach zwei Saisons auseinanderfällt. Hochwertige Verarbeitung ist Klimaschutz. Das klingt unspektakulär. Ist es aber nicht.
Wir nennen das, was wir tun, deshalb jedoch nicht nachhaltig. Wir nennen uns und unsere Arbeit ressourcenbewusst.
Wir nennen es degrowth. Weniger, aber länger. Bewusster, nicht mehr, dafür recycelt. Regional, weil es sinnvoll ist – nicht weil es sich gut verkauft.
Und wenn dir das gerade auch irgendwie im Kopf herumschwirrt: Was denkt ihr? Kann ein wachsendes Unternehmen wirklich nachhaltig sein? Wir sind gespannt auf eure Meinung in den Kommentaren.
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