Der edle Orientteppich oder die limitierte Goldmünzsammlung – nicht selten werden Kunst und Antiquitäten als Wertanlage betrachtet und entsprechend gezielt gekauft. Doch unterliegen die Wertgegenstände auch einem Markt, der Nachfrage und Angebot und damit auch den Wert bestimmt. „Wer Kunstgegenstände allgemein als Wertanlage erwirbt, der muss sich mit dem Markt beschäftigen“, weiß Dr. Frithjof Ham
pel, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Hausrat. „Der Markt kann sich, ähnlich dem Aktienmarkt, verschieden entwickeln. Nur in bestimmten Fällen sind diese Wertgegenstände eine echte Kapitalanlage. Dies gilt übrigens auch für Oldtimer. Ebenso rät der BVS-Bundesfachbereichsleiter für Kunst, Antiquitäten und Juwelen auch bei blumigen Händler-Versprechen Vorsicht walten zu lassen. Eine weitere goldene Regel: Seriöse Kunst-Sachverständige wie die öffentlich bestellten und vereidigten werden nie mündliche Auskunft über einen Wert erteilen, sondern immer nur schriftlich ein Kunstwerk oder eine Antiquität beurteilen, so, wie es die Vorgaben der IHK´s definieren und fordern“. Swapmeet ihr Marktplatz für Antiquitäten, Kunst, Neu und gebrauchtes,
Antiquitäten. Als Antiquitäten (von lateinisch antiquitas „Altertum“), veraltet auch als Altertümer oder Raritäten, bezeichnet man Gegenstände, meist künstlerischer oder kunsthandwerklicher Art, die je nach Stilrichtung mindestens 100 Jahre alt sein sollen.[1] Sie umfassen alle Bereiche menschlichen Lebens von der Antikebis zur Neuzeit. Dabei müssen diese Gegenstände aber nicht zwangsläufig bereits ursprünglich als Sammelobjekte mit entsprechender handwerklicher oder materieller Qualität gedacht gewesen sein, auch einfache Gebrauchsgegenstände, Werkzeuge, landwirtschaftliche Geräte, Küchenutensilien usw. können sich im Laufe der Zeit mit entsprechender Seltenheit und Alter zu gesuchten Antiquitäten entwickeln. Antiquarisch
Alte Bücher, Schriften, Noten, Zeitungen und Zeitschriften werden als antiquarisch bezeichnet. Kunstgegenstände aus der Antike werden auch Antiken genannt.[2] Die Bezeichnung Altertümer bezieht sich allgemeiner auf Zeugnisse der Kulturgeschichte (sogenannte Denkmäler) aus dem Altertum. Ein Antiquariat ist ein auf den Handel mit gebrauchten Büchern spezialisiertes Unternehmen, welches als Laden- oder Versandgeschäft betrieben wird. Der Inhaber und im Antiquariat angestellte Buchhändler werden Antiquare genannt. Die im englischen Sprachgebrauch deutlich differenzierenden Begriffe 'second hand books' (Bücher zum erneuten Gebrauch) und 'rare books' (seltene Bücher) haben im Deutschen eine weniger eindeutige Entsprechung. Das Spektrum der Antiquariate ist groß. Es reicht vom Flohmarkthändler mit breitem Angebot an gebrauchten Büchern bis hin zum bibliophilen Antiquariat mit Spezialgebieten. Während der eine seine Bücher kistenweise zum Stöbern anbietet, selektioniert der andere bereits beim Einkauf und bearbeitet die Ware mit Hilfe bibliographischer Nachschlagewerke. Zu den Marktführern der bibliophilen Antiquariate zählen die Mitglieder der großen nationalen Berufsverbände. In Deutschland sind sie im Verband Deutscher Antiquare e.V. organisiert. Die nationalen Verbände wiederum sind in der Internationale Liga der Antiquare, (International League of Antiquarian Booksellers, ILAB) zusammengeschlossen. Alle Mitglieder haben einen gewissen Qualitätsanspruch und sind bestimmten ethischen Richtlinien verpflichtet. Antiquariate handeln hauptsächlich mit Büchern, aber auch mit Handschriften, Autographen, Graphiken, Landkarten, Erstausgaben, Ansichtskarten, Zeitungen, Musikalien und anderem. Jahrhundert gehörten Gemälde, Möbel oder sonstige Antiquitäten zum Angebot, aber der Handel dieser Objekte hat sich längst auf den Kunst- und Antiquitätenhandel verlagert. Zu den großen Antiquariatsmessen in Deutschland zählt die Stuttgarter Antiquariatsmesse, die seit 1962 jährlich vom Verband Deutscher Antiquare e. V. organisiert wird. Die erste Antiquariatsmesse überhaupt fand 1958 in London statt, veranstaltet von der Antiquarian Booksellers’ Association. Seitdem sind andere Spezialmessen in Europa und Übersee dazu gekommen. Die mittlerweile größte Antiquariatsmesse ist die California International Antiquarian Book Fair, die 1967 gegründet wurde. Unter dem Begriff „Modernes Antiquariat“ wird der Verkauf verbilligter Bücher aus dem Handel oder aus Verlagsbeständen mit aufgehobenem Ladenpreis (Remittenden oder Mängelexemplare) sowie preisgünstiger Neuauflagen älterer Titel zusammengefasst: ein Marktsegment, das weniger von Antiquariaten als von spezialisierten „Modernen Antiquariaten“, Versandhändlern oder vom normalen Buchhandel bearbeitet wird. Das größte Antiquariat der Welt – mit dem Slogan „18 Miles of Books“ (rund 29 Kilometer Regalgesamtlänge) – soll The Strand Bookstore am New Yorker Broadway sein. Seit etwa zehn Jahren gibt es auch Bücherdörfer in Deutschland – Orte mit besonders vielen Antiquariaten. Beim größten Buch-Antiquariat Deutschlands soll es sich um das Antiquariat Hennwack in Berlin handeln, das sich heute in den ehemaligen Räumen des Hentrich & Hentrich Verlags befinde
Kunst (Begriffsklärung) Wikipedia
Kunst bezeichnet:
ein ästhetischer Begriff, die Kunst
das künstlerisch-wirtschaftliche Gewerbe, Kunstgewerbe
ein Schulfach, siehe Kunstpädagogik
die Freimaurerei wird als „Königliche Kunst“ bezeichnet
ein veralteter Sammelbegriff für Technik, technische Verfahren samt Fertigkeit und Know-how dazu, erhalten inBergmännische Kunst, ein Begriff der Bergmannssprache für den Anlagenbau im Bergbau,
Wasserkunst zur Führung von Wasser im Wasserbau und Bergbau oder für Wasserhebewerke und Wasserspiele,
für eine Abgasführung im Kachelofenbau. Das Wort Kunst (lateinisch ars, griechisch téchne bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist (Heilkunst,Kunst der freien Rede). Im engeren Sinne werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit benannt, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind. Der Formationsprozess des Kunstbegriffs unterliegt permanent einem Wandel, der sich entlang von dynamischen Diskursen, Praktiken und institutionellen Instanzen entfaltet. Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses. Das Kunstwerk steht meist am Ende dieses Prozesses, kann aber seit der Moderne auch der Prozess selbst sein. Ausübende der Kunst im engeren Sinne werden Künstler genannt. Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs Kunst, die sich als Gegensatz zur Natur auf alle Produkte menschlicher Arbeit beziehen konnte, hat sich zwar erhalten (wie z. B. in Kunststoff). Jedoch versteht man seit der Aufklärung unter Kunst vor allem die Ausdrucksformen der schönen Künste:
Bildende Kunst mit den klassischen Gattungen Malerei und Grafik, Bildhauerei, Architektur und etlichen Kleinformen sowie seit dem 19. Jahrhundert dem Kunstgewerbe, Gebrauchskunst oder angewandte Kunst genannten Grenzbereich zum Kunsthandwerk.Musik mit den Hauptsparten Komposition und Interpretation in Vokal- und Instrumentalmusik. Literatur mit den Hauptgattungen Epik, Dramatik, Lyrik und Essayistik
darstellende Kunst mit den Hauptsparten Theater, Tanz und Film
Ausdrucksformen und Techniken der Kunst haben sich seit Beginn der Moderne stark erweitert, so mit der Fotografie in der bildenden Kunst oder mit der Etablierung des Comics als Verbindung bildender Kunst mit der Narrativität der Literatur. Bei den darstellenden Künsten, Musik und Literatur lassen sich heute auch Ausdrucksformen der Neuen Medien wie Hörfunk, Fernsehen, Werbung und Internet hinzuzählen. Die klassische Einteilung verliert spätestens seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts an Bedeutung. Kunstgattungen wie die Installation oder der Bereich der Medienkunst kennen die klassische Grundeinteilung nicht mehr.