Saddle Concept

Saddle Concept Viele Sattelprobleme entstehen nicht durch den Sattel selbst. Hier geht es um das Zusammenspiel von Pferdekörper, Bewegungsmuster und Sattelpassform.

Der Sattel verändert dich - nicht nur dein Pferd.Du versuchst, richtig zu sitzen, aufrecht zu bleiben und „jeden Schritt...
28/04/2026

Der Sattel verändert dich - nicht nur dein Pferd.

Du versuchst, richtig zu sitzen, aufrecht zu bleiben und „jeden Schritt bewusst herauszutreiben“.

Und trotzdem hörst du immer wieder das Gleiche: „Setz dich richtig hin!“ „Mehr Fleiß!“ „Bein lang!“

Du denkst kurz dran und in der nächsten Runde übernimmt dann dein Körper wieder. Und irgendwann kommt dieser leise, nagende Gedanke: „Vielleicht fehlt mir einfach ein bisschen Talent.“

Aber genau hier lohnt sich ein anderer Blick, denn natürlich sind Körpergefühl und Training wichtig, aber:

Du kannst MIT deinem Sattel arbeiten - oder GEGEN ihn.

Viele Sättel setzen den Reiter leicht hinter die Bewegung. Bei manchen sehr deutlich (wie bei den Isländern üblich). Bei anderen so subtil, dass man es kaum sieht, obwohl die Reithallen und Sozialen Medien voll von genau solchen Szenen sind.

Warum ist das überhaupt wichtig?

👉 Deine Hilfen kommen minimal zu spät
👉 Dein Pferd kann sie in dem Moment nicht umsetzen
👉 du machst etwas mehr (weiterhin im falschen Moment)
👉 und noch etwas mehr

Und plötzlich fühlt sich Reiten anstrengend an, nicht falsch, aber einfach nicht leicht. Und genau hier entsteht dieses leise Gefühl:

„Irgendwas stimmt nicht… aber ich bekomme es nicht zu greifen.“

Das Problem ist dann oft nicht dein Sitz an sich, sondern die Position, in die du gesetzt wirst vom Sattel.

Du kannst bis zum Sankt Nimmerleinstag an deinem Sitz arbeiten. Wenn dein Sattel dich in eine ungünstige Position setzt musst du immer gegen ihn an arbeiten. Genau das schauen wir uns demnächst einmal genauer an.

Viele versuchen, Druckspitzen zu vermeiden.....wenige fragen, warum sie entstehen.Druck entsteht nicht zufällig. Er ents...
13/04/2026

Viele versuchen, Druckspitzen zu vermeiden...
..wenige fragen, warum sie entstehen.

Druck entsteht nicht zufällig. Er entsteht dort, wo der Pferdekörper an eine Grenze stößt, durch den Sattel, durch den Reiter oder durch seine eigene Verfassung.

Und genau deshalb reicht es nicht, hin und wieder mal den Sattel zu optimieren.

Die eigentliche Frage ist: Was verändert sich im Pferd und was bleibt gleich?
Wenn du das nicht klar beantworten kannst, triffst du Entscheidungen im Nebel und bekommst mit der Zeit das Gefühl immer wieder vor ähnliche Probleme gestellt zu werden.

Ich habe das einmal sauber aufgedröselt:👇

Du brauchst keine Glaskugel, um Probleme früh zu erkennen.Die meisten merken Veränderungen erst, wenn ein Problem entste...
05/04/2026

Du brauchst keine Glaskugel, um Probleme früh zu erkennen.

Die meisten merken Veränderungen erst, wenn ein Problem entsteht, dabei beginnen sie viel früher.
Ein Sattel rutscht nicht plötzlich, ein Pferd wird nicht von heute auf morgen empfindlich, ein Bewegungsmuster kippt nicht an einem Tag und Lahmheiten sind oft Monate vorher sichtbar – lange bevor sie akut werden.

Über Wochen......Monate......Jahre...

Und genau deshalb wirkt es oft so, als käme das Problem aus dem Nichts. In Wirklichkeit hat es sich lange vorher entwickelt.
Die Frage ist also nicht:
Wann ist das Problem entstanden?

Sondern:
Seit wann hat sich nichts mehr wirklich verbessert?
Wenn du verstehen willst, warum das so ist und was das für deinen Sattel bedeutet, habe ich dazu einen Artikel auf meiner Homepage geschrieben.

Genau hier schaut fast niemand hin...Wenn sich ein Sattel immer zur gleichen Seite verschiebt, ist das erstmal kein Prob...
30/03/2026

Genau hier schaut fast niemand hin...
Wenn sich ein Sattel immer zur gleichen Seite verschiebt, ist das erstmal kein Problem, sondern eine Information und dann haben wir grundsätzlich drei Verursacher:
1. der Sattel
2. das Pferd
3. du

Natürlich kann sich ein Sattel verändern, die Polsterung verschiebt sich, er passt sich an und im ungünstigsten Fall verzieht sich sogar der Sattelbaum.
Aber: Ein Sattel entscheidet nicht plötzlich, dass er gerne zu einer Seite rutschen möchte.
Er ist die Verbindung zwischen dir und deinem Pferd.
Das heißt: Der Auslöser liegt fast immer im System: Im Pferd oder im Reiter.

Ein Punkt, den ich dabei immer sehe: Verdrehte Vorderhufe.
Nicht auffällig.
Nicht dramatisch.
Gut zu übersehen, aber konstant.

Wenn der Rumpf nicht angehoben wird, organisiert das Pferd seine Bewegung anders. und genau diese Verschiebung setzt sich fort.
Durch den Körper- in die VOrderbeine und natürlich bis unter den Sattel.

Der Sattel rutscht dann nicht ohne Grund, er folgt der Bewegung.

Nichtreiter haben hier oft einen Vorteil.Sie nehmen Dinge intuitiv wahr und ordnen sie ihrem Gefühl zu. Ohne zu erklären...
27/03/2026

Nichtreiter haben hier oft einen Vorteil.
Sie nehmen Dinge intuitiv wahr und ordnen sie ihrem Gefühl zu. Ohne zu erklären, ohne zu bewerten.
Wir Reiter machen es oft anders. Wir haben viel gelernt, viele Stunden genommen und viele Anweisungen bekommen.
Auch in Momenten, in denen sich etwas komisch angefühlt hat. Und oft kam dann: „Das muss so sein.“
Und genau hier wird es schwierig. Denn dieses Gefühl verschwindet nicht, es wird nur übergangen.

Das Experiment
Wenn du möchtest, probier etwas aus.
FIlme dich beim Reiten, such dir einen Moment. Keinen perfekten, sondern genau den, in dem sich etwas komisch anfühlt.
Und dann: Nicht korrigieren. Nicht reagieren. Nur schauen.
Was macht dein Pferd in diesem Moment? Dafür ist das Video so wichtig
Oft ist es genau dann, wenn dein Pferd sein Gleichgewicht verliert, vielleicht nur ganz leicht. Und beginnt zu kompensieren.
Zum Beispiel:
ein Sprunggelenk dreht
der Rumpf über die Vorderbeine nach vorne geschoben wird
dein Pferd fällt auf eine Schulter
es driftet über die andere weg
der Rumpf rotiert in die falsche Richtung
Nichts Großes, aber genug, dass dein Körper es registriert. Dieses Gefühl ist kein Problem, es ist Information. Nicht zur Bewertung, sondern zur Einordnung. Denn genau dort beginnt Verständnis.

Das Foto:

In genau diesem Moment passiert oft etwas sehr Unspektakuläres. Der Rumpf deines Pferdes ist nach vorne, über die Vorderbeine geschoben.
Nicht dramatisch, nicht auffällig und genau deshalb wird es übersehen. Aber dein Körper merkt es. Weil dein Pferd dich in diesem Moment nicht mehr trägt, sondern sich im nächsten Moment selbst abfängt.
Und genau dort entsteht dieses Gefühl von Unsicherheit.

Der Trend bei Sätteln ist eindeutig: tiefer Sitz, große Pauschen, mehr Stabilität und mehr Sicherheit.Zumindest fühlt es...
25/03/2026

Der Trend bei Sätteln ist eindeutig: tiefer Sitz, große Pauschen, mehr Stabilität und mehr Sicherheit.

Zumindest fühlt es sich so an. Aber wenn das wirklich funktionieren würde - warum fühlen sich so viele Reiter trotzdem unsicher?

Diese Frage stellt fast niemand. Dabei ist sie oft der Kern des Problems. Nicht: Welcher Sattel gibt mir mehr Halt? Sondern: Warum brauche ich ihn überhaupt?
Viele Sättel überdecken Bewegung, deine und die deines Pferdes. Sie stabilisieren und machen damit etwas weniger sichtbar: Wo das System eigentlich instabil ist und genau dort entsteht Unsicherheit. Nicht, weil du „nicht gut genug sitzt“, sondern weil Bewegung nicht tragfähig organisiert ist.

Die eigentliche Frage vor dem nächsten Sattelkauf ist deshalb nicht: Wo finde ich mehr Halt? Sondern: Wo verliere ich ihn? In welcher Bewegung fühle ich mich unsicher? Was genau passiert in diesem Moment?

Denn ein Pferd, das sich ausbalanciert bewegt, nimmt dich mit. Egal in welche Richtung. Egal in welcher Gangart.Und genau dann entsteht das, was viele im Sattel suchen:

Sicherheit.

Warum baut dein Pferd trotz Training keine Muskulatur auf?Du reitest… viel…Du trainierst: Stangenarbeit, Longieren, Bode...
23/03/2026

Warum baut dein Pferd trotz Training keine Muskulatur auf?
Du reitest… viel…
Du trainierst: Stangenarbeit, Longieren, Bodenarbeit, Ausreiten, Dressurstunden
Und trotzdem: Wenn du den Sattel abnimmst, siehst du diese Löcher in der Muskulatur.

Die erste Frage ist oft: Passt der Sattel nicht?
Die Antwort: Ja, er kann ein limitierender Faktor sein. Es gibt leider Sattelsysteme, die lassen bestimmte Bewegung schlicht nicht zu. Aber der entscheidende Punkt liegt woanders: Im Training zählt weniger, wie viel du machst, sondern WIE sich dein Pferd dabei bewegt.

Bewegt es sich:
👉 Stunde um Stunde im gleichen, kompensierenden Muster?
Oder gibt es:
👉 kurze, gezielte Momente, in denen es seinen Körper wirklich anders organisiert?

Nur dort entsteht Veränderung.

Wenn Bewegung sich nicht verändert, kann auch die Muskulatur sich nicht verändern…. ganz egal, wie viel du machst.

Erst wenn beides zusammenkommt:
👉 passende Bewegung
👉 passender Sattel
beginnt sich der Körper wirklich zu entwickeln.

Alles andere ist Wiederholung, keine Entwicklung.

Wie steigst du auf? "Meinst du jetzt vom Boden oder vom Hocker?"- ist vermutlich einer deiner ersten Gedanken. Nein, so ...
13/03/2026

Wie steigst du auf?

"Meinst du jetzt vom Boden oder vom Hocker?"- ist vermutlich einer deiner ersten Gedanken.
Nein, so weit sind wir noch garnicht: WIE genau steigst du auf? Wo greifst du hin? Wohin verlagerst du dein Gewicht? Was genau passiert?

Doch, das ist ziemlich wichtig, weil wir sonst Pferd und Sattel nachhaltig schief ziehen. Und ausserdem ist das der Beginn einer JEDEN Reiteinheit.

Auf dem Bild zeige ich dir einen kleinen, unbewussten Handgriff, mit dem die meisten Reiter unnötig für Schiefe sorgen.

Bevor wir in den nächsten Tagen bessere Optionen zeigen: Kannst du ihn sehen, den Handgriff?

„Ich lasse den Sattel anpassen, dann müssten meine Reitprobleme verschwinden.“Klingt logisch, ganz so einfach ist es abe...
28/02/2026

„Ich lasse den Sattel anpassen, dann müssten meine Reitprobleme verschwinden.“

Klingt logisch, ganz so einfach ist es aber leider nicht...

Der Sattel ist Teil eines Systems und dein Pferd ist ein Lebewesen mit ganz eigenen Ansichten und persönlicher Vorgeschichte.

Selbst wenn regelmäßig Osteopath oder Physiotherapeut da sind, der Sattel angepasst wurde, du Stunden nimmst und nach den Hufen und Zähnen schauen lässt bedeutet das nicht, dass sich Bewegungsmuster sofort verändern.
Aber zumindest hast du gute Grundvoraussetzungen geschaffen.

Aber, alles braucht seine Zeit:
- Muskulatur auf bauen
- Faszien erneuern
- Bewegungsmuster umprogrammieren

Deshalb verschwinden Themen wie Festhalten, Schiefe, Triebigkeit, Davonrennen oder beim Reiter: Knie hoch ziehen, nach vorne Kippen oder einklicken nicht über Nacht. Naja außer der Sattel war eine Katastrophe...

Nicht weil etwas "nicht funktioniert", sondern weil Entwicklung seine Zeit braucht und nachvollziehbar sein sollte, damit es eben nicht regelmäßig zu kleineren oder größeren Katastrohen kommt

Wie viele Schabracken hast du?Und nach welchem Kriterium entscheidest du, welche heute unter den Sattel kommt? Mit Pad? ...
27/02/2026

Wie viele Schabracken hast du?

Und nach welchem Kriterium entscheidest du, welche heute unter den Sattel kommt? Mit Pad? Ohne Pad? Dicker? Dünner?

Viele unterschätzen, wie stark die Unterlage die Druckverteilung verändert, denn:
Im negativen Extremfall können wir damit Druckspitzen provozieren.
Oder im positiven einen nur mittelmäßig passenden Sattel übergangsweise „retten“.

Aber genau hier liegt das Problem: Wenn wir durch Unterlagen kompensieren, sehen wir oft nicht mehr, wo das eigentliche Thema liegt.

Das Pferd gibt Feedback, das ganz oft sehr subtil. Und genau deshalb arbeite ich nicht mit Vermutungen.

Dafür gibt es Druckmessungen.

Denn erst wenn wir sehen, wie sich die Druckverteilung mit unterschiedlichen Konstellationen verändert, können wir bewusst entscheiden.

Nicht nach Gefühl.
Sondern nach Verlauf und mit der Meinung des Pferdes.

Adresse

Rue De La Montagne
Walferdange
7238

Heures d'ouverture

Mardi 10:00 - 18:00
Mercredi 08:00 - 18:00
Jeudi 08:00 - 18:00
Vendredi 08:00 - 18:00
Samedi 08:00 - 16:00

Téléphone

+352621254703

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