28/04/2026
Der Sattel verändert dich - nicht nur dein Pferd.
Du versuchst, richtig zu sitzen, aufrecht zu bleiben und „jeden Schritt bewusst herauszutreiben“.
Und trotzdem hörst du immer wieder das Gleiche: „Setz dich richtig hin!“ „Mehr Fleiß!“ „Bein lang!“
Du denkst kurz dran und in der nächsten Runde übernimmt dann dein Körper wieder. Und irgendwann kommt dieser leise, nagende Gedanke: „Vielleicht fehlt mir einfach ein bisschen Talent.“
Aber genau hier lohnt sich ein anderer Blick, denn natürlich sind Körpergefühl und Training wichtig, aber:
Du kannst MIT deinem Sattel arbeiten - oder GEGEN ihn.
Viele Sättel setzen den Reiter leicht hinter die Bewegung. Bei manchen sehr deutlich (wie bei den Isländern üblich). Bei anderen so subtil, dass man es kaum sieht, obwohl die Reithallen und Sozialen Medien voll von genau solchen Szenen sind.
Warum ist das überhaupt wichtig?
👉 Deine Hilfen kommen minimal zu spät
👉 Dein Pferd kann sie in dem Moment nicht umsetzen
👉 du machst etwas mehr (weiterhin im falschen Moment)
👉 und noch etwas mehr
Und plötzlich fühlt sich Reiten anstrengend an, nicht falsch, aber einfach nicht leicht. Und genau hier entsteht dieses leise Gefühl:
„Irgendwas stimmt nicht… aber ich bekomme es nicht zu greifen.“
Das Problem ist dann oft nicht dein Sitz an sich, sondern die Position, in die du gesetzt wirst vom Sattel.
Du kannst bis zum Sankt Nimmerleinstag an deinem Sitz arbeiten. Wenn dein Sattel dich in eine ungünstige Position setzt musst du immer gegen ihn an arbeiten. Genau das schauen wir uns demnächst einmal genauer an.